Akne verstehen: Ursachen und moderne Behandlung
Akne ist keine Frage mangelnder Hygiene. Wie sie entsteht und welche Behandlungen heute zur Verfügung stehen.
Akne betrifft nicht nur Jugendliche – viele Erwachsene, besonders Frauen, haben damit zu tun. Und sie ist behandelbar.
Wie Akne entsteht
Vier Faktoren wirken zusammen: eine vermehrte Talgproduktion, eine Verhornungsstörung der Poren, die Vermehrung bestimmter Bakterien und die daraus folgende Entzündung. Hormonelle Schwankungen verstärken diesen Kreislauf.
Was Akne nicht verursacht
Mangelnde Hygiene ist keine Ursache – im Gegenteil: zu häufiges und zu aggressives Waschen reizt die Haut zusätzlich. Auch der Zusammenhang mit einzelnen Lebensmitteln ist deutlich schwächer, als oft behauptet wird.
Behandlungsmöglichkeiten
- Äußerlich: Retinoide, Benzoylperoxid, Azelainsäure, Antibiotika-Externa
- Innerlich: Antibiotika über begrenzte Zeit, hormonelle Therapie, in schweren Fällen Isotretinoin
- Ergänzend: Fruchtsäure- oder Salicylsäure-Peelings, Aknetoilette
- Bei Narben: Microneedling, Laser oder Peelings, nachdem die Akne beruhigt ist
Geduld gehört dazu
Fast alle Aknetherapien brauchen sechs bis zwölf Wochen, bis das Ergebnis beurteilbar ist. Zu früh abzubrechen ist der häufigste Grund, warum eine Behandlung „nicht wirkt".
Narben vorbeugen
Der wirksamste Schutz vor Aknenarben ist die rechtzeitige Behandlung der Akne selbst – und das Vermeiden von Ausdrücken. Wer früh behandelt, braucht später weniger Narbentherapie.
Wann Sie einen Termin vereinbaren sollten
Wenn frei verkäufliche Produkte nach einigen Wochen nichts bewirken, wenn die Akne entzündlich ist oder Narben hinterlässt, oder wenn sie psychisch belastet.