Botulinumtoxin: Wie es wirkt und was es nicht kann
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Botulinumtoxin: Wie es wirkt und was es nicht kann

Beitrag von Dr. Katja Schindler · Dermatologie

Wie Botulinumtoxin mimische Falten glättet, wie lange die Wirkung anhält – und welche Falten damit nicht behandelbar sind.

Botulinumtoxin gehört zu den am besten untersuchten Wirkstoffen der ästhetischen Medizin. Trotzdem halten sich hartnäckige Missverständnisse.

Wie es wirkt

In sehr geringer Menge in den Muskel injiziert, unterbricht der Wirkstoff vorübergehend die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Der behandelte Muskel entspannt sich, die Haut darüber glättet sich. Behandelt wird also nicht die Falte selbst, sondern ihre Ursache.

Was sich damit behandeln lässt

Was sich damit nicht behandeln lässt

Falten, die auch bei völlig entspannter Mimik sichtbar bleiben, entstehen durch Volumenverlust oder Hauterschlaffung. Sie sprechen auf Botulinumtoxin kaum an – hier kommen eher Filler, Microneedling oder Lifting-Verfahren infrage. Ein seriöses Beratungsgespräch klärt das vorab.

Ablauf und Wirkdauer

Die Injektion dauert nur wenige Minuten und erfolgt mit sehr feinen Nadeln. Die Wirkung setzt nach drei bis sieben Tagen ein und ist nach etwa zwei Wochen vollständig. Sie hält in der Regel drei bis sechs Monate an; danach kehrt die ursprüngliche Mimik zurück.

Was danach zu beachten ist

Verzichten Sie am Behandlungstag auf Sport, Sauna und Solarium und halten Sie den Kopf einige Stunden aufrecht. Kleine Rötungen an den Einstichstellen verschwinden meist innerhalb weniger Stunden.

Wann davon abzuraten ist

In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestimmten neuromuskulären Erkrankungen wird nicht behandelt. Ob die Behandlung für Sie infrage kommt, klären wir im persönlichen Gespräch.

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