Hautkrebsvorsorge: Warum die jährliche Kontrolle so wichtig ist
Hautkrebs ist gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird. Was bei der Vorsorgeuntersuchung passiert und wie oft sie sinnvoll ist.
Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen – und zu jenen mit den besten Heilungschancen, wenn er rechtzeitig entdeckt wird. Genau hier setzt die Vorsorgeuntersuchung an.
Warum das bloße Auge nicht reicht
Frühe Formen von Hautkrebs sehen harmlosen Muttermalen oft zum Verwechseln ähnlich. Erst die Vergrößerung mit dem Auflichtmikroskop macht Strukturen sichtbar, die auf eine Veränderung hinweisen. Deshalb ersetzt die Selbstkontrolle die fachärztliche Untersuchung nicht – sie ergänzt sie.
Ablauf der Untersuchung
Wir sehen uns die Haut systematisch von Kopf bis Fuß an, einschließlich Kopfhaut, Rücken, Fußsohlen und Zehenzwischenräumen. Auffällige Male werden mit dem Auflichtmikroskop beurteilt und bei Bedarf digital dokumentiert, damit sie im nächsten Jahr verglichen werden können. Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 30 Minuten und ist schmerzfrei.
Wie oft ist die Kontrolle sinnvoll?
Für die meisten Erwachsenen genügt ein jährlicher Termin. Häufiger empfehlen wir die Kontrolle bei:
- vielen oder auffälligen Muttermalen
- hellem Hauttyp, der schnell sonnenbrandempfindlich reagiert
- Sonnenbränden in der Kindheit oder regelmäßiger Solariennutzung
- Hautkrebs in der Familie
- bereits behandelter Hautkrebserkrankung
Wann Sie nicht bis zum Termin warten sollten
Lassen Sie ein Mal zeitnah ansehen, wenn es sich in Größe, Form oder Farbe verändert, unscharf begrenzt ist, juckt, blutet oder neu auftritt und anders aussieht als Ihre übrigen Male.
Was Sie selbst tun können
Konsequenter Sonnenschutz ist die wirksamste Vorbeugung: hoher Lichtschutzfaktor, Schatten in der Mittagszeit, kein Solarium. Sehen Sie Ihre Haut einmal im Monat in Ruhe durch – am besten mit einem Handspiegel für schwer einsehbare Stellen.