Hyaluronsäure-Filler: Volumen statt Fältchen
Warum Filler etwas grundlegend anderes tun als Botulinumtoxin – und worauf es für ein natürliches Ergebnis ankommt.
Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der Wasser bindet und dem Gewebe Fülle gibt. Mit den Jahren nimmt ihr Anteil in der Haut ab: Konturen verlieren an Volumen, Falten treten hervor.
Der Unterschied zu Botulinumtoxin
Botulinumtoxin entspannt Muskeln und wirkt gegen mimische Falten. Filler ersetzen verlorenes Volumen und arbeiten dort, wo Substanz fehlt. Beides lässt sich kombinieren, verfolgt aber unterschiedliche Ziele.
Typische Einsatzgebiete
- Nasolabialfalten und Marionettenfalten
- Volumenaufbau an Wangen und Schläfen
- Konturierung von Lippen und Kinn
- eingesunkene Augenringe (mit besonderer Vorsicht)
Ablauf
Nach einer Analyse der Gesichtsproportionen wird der Filler mit feinen Nadeln oder stumpfen Kanülen eingebracht. Die meisten Präparate enthalten ein lokales Betäubungsmittel, auf Wunsch verwenden wir zusätzlich eine Betäubungscreme. Das Ergebnis ist sofort sichtbar.
Was danach normal ist
Leichte Schwellungen, Rötungen oder kleine Blutergüsse treten häufig auf und klingen meist innerhalb weniger Tage ab. Verzichten Sie ein bis zwei Tage auf Sport, Sauna und intensive Sonne. Je nach Präparat und Areal hält das Ergebnis etwa neun bis achtzehn Monate.
Warum „weniger" oft besser ist
Ein gutes Filler-Ergebnis fällt nicht auf. Wird zu viel Material eingebracht, wirkt das Gesicht schnell unnatürlich. Wir arbeiten deshalb schrittweise und lieber in mehreren kleinen Sitzungen als in einer großen.
Korrigierbar
Ein Vorteil von Hyaluronsäure: Sie lässt sich mit einem Enzym wieder auflösen. Das Ergebnis bleibt damit korrigierbar – ein wichtiger Sicherheitsaspekt.