Lasertherapie in der Dermatologie: ein Überblick
Warum Laserlicht gezielt einzelne Strukturen erreicht und bei welchen Hautveränderungen es eingesetzt wird.
Laser ist nicht gleich Laser. Verschiedene Systeme arbeiten mit unterschiedlichen Wellenlängen – und damit für unterschiedliche Ziele.
Das Prinzip der Selektivität
Laserlicht wird von bestimmten Strukturen besonders gut aufgenommen: Pigment absorbiert andere Wellenlängen als der rote Blutfarbstoff. Dadurch lässt sich Energie gezielt dort abgeben, wo sie wirken soll, während das umliegende Gewebe geschont wird.
Typische Anwendungsgebiete
- Pigment- und Altersflecken, Sonnenschäden
- erweiterte Äderchen, Couperose und Rötungen
- Aknenarben und feine Fältchen
- Straffung und Verfeinerung des Hautbildes
- Entfernung gutartiger Hautveränderungen
Diagnose kommt zuerst
Vor jeder Laserbehandlung steht die dermatologische Untersuchung. Es muss geklärt sein, worum es sich bei einer Hautveränderung handelt – eine Pigmentläsion zu lasern, ohne sie beurteilt zu haben, kann eine behandlungsbedürftige Diagnose verschleiern.
Ablauf
Sie tragen während der Behandlung einen Augenschutz. Die Empfindung wird meist als kurzes Prickeln oder Schnippen beschrieben. Die Dauer hängt von Areal und Indikation ab.
Danach
Die Haut kann für einige Stunden bis Tage gerötet sein. Entscheidend ist konsequenter Sonnenschutz in den Wochen nach der Behandlung – frische Bräune und Laser vertragen sich nicht.
Mehrere Sitzungen sind die Regel
Je nach Indikation sind mehrere Sitzungen im Abstand einiger Wochen nötig. Seriöse Beratung nennt diese Zahl vorher.