Neurodermitis: Die Haut zur Ruhe bringen
Warum die Hautbarriere im Zentrum steht, was Basispflege leistet und welche Therapien es bei Schüben gibt.
Neurodermitis verläuft in Schüben und belastet oft mehr, als die sichtbaren Zeichen vermuten lassen. Der Schlüssel liegt in der Hautbarriere.
Was im Hintergrund passiert
Die Hautbarriere ist gestört: Sie verliert zu viel Feuchtigkeit und lässt Reizstoffe leichter eindringen. Das Immunsystem reagiert überschießend, es entsteht eine Entzündung – und die schädigt die Barriere weiter. Ein Kreislauf, den die Behandlung an mehreren Stellen unterbricht.
Basispflege ist keine Nebensache
Konsequentes, rückfettendes Eincremen – auch in beschwerdefreien Zeiten – ist die wirksamste Einzelmaßnahme. Sie verlängert die ruhigen Phasen und reduziert den Bedarf an entzündungshemmender Therapie. Im Winter reichhaltiger, im Sommer leichter.
Behandlung im Schub
- Kortisonhaltige Externa, korrekt und zeitlich begrenzt eingesetzt
- Calcineurin-Inhibitoren, besonders im Gesicht und an dünner Haut
- bei schweren Verläufen moderne systemische Therapien
- Lichttherapie in ausgewählten Fällen
Die Sorge vor Kortison ist verbreitet – richtig angewendet ist es sicher und wirksam. Wichtiger als das Vermeiden ist die richtige Anwendung.
Auslöser erkennen
Häufig sind Wolle auf der Haut, Schwitzen, trockene Heizungsluft, Stress, bestimmte Waschmittel und Infekte. Auch hier lohnt sich ein Tagebuch.
Was wir gemeinsam erarbeiten
Einen Plan für ruhige Zeiten und einen für den Schub – damit Sie wissen, was zu tun ist, bevor der nächste Schub kommt.