Rosacea: Wenn die Haut immer wieder errötet
Rosacea wird häufig mit Akne verwechselt. Wie man sie erkennt, welche Auslöser es gibt und was hilft.
Anhaltende Rötungen im Gesicht sind selten „empfindliche Haut". Oft steckt Rosacea dahinter – eine chronische, aber gut behandelbare Erkrankung.
Typische Zeichen
Zunächst zeigt sich eine Rötung an Wangen, Nase, Kinn und Stirn, die kommt und geht. Später bleibt sie bestehen, erweiterte Äderchen werden sichtbar, es können entzündliche Papeln und Pusteln hinzukommen. Auch die Augen können beteiligt sein – mit Brennen und Trockenheitsgefühl.
Der Unterschied zur Akne
Bei Rosacea fehlen die Mitesser, die für Akne typisch sind. Außerdem beginnt Rosacea meist im mittleren Lebensalter. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil manche Aknetherapien Rosacea verschlechtern.
Häufige Auslöser
- Sonne und Hitze
- scharfe Speisen, heiße Getränke, Alkohol
- Stress und starke Temperaturwechsel
- reizende Pflegeprodukte, Alkohol in Kosmetika
Es hilft, über einige Wochen ein einfaches Tagebuch zu führen – die persönlichen Auslöser unterscheiden sich stark.
Behandlung
Äußerlich kommen entzündungshemmende Wirkstoffe zum Einsatz, bei ausgeprägten Formen ergänzend Tabletten. Erweiterte Äderchen und anhaltende Rötung sprechen gut auf Laser- oder Lichttherapie an. Grundlage ist immer eine milde, konsequente Pflege und täglicher Sonnenschutz.
Realistische Erwartung
Rosacea ist chronisch. Ziel ist, sie in einen ruhigen Zustand zu bringen und dort zu halten – das gelingt in aller Regel gut.