Schuppenflechte (Psoriasis): mehr als eine Hauterkrankung
Warum Psoriasis den ganzen Körper betrifft, welche Therapien es gibt – und warum Begleiterkrankungen mitbedacht werden.
Psoriasis zeigt sich auf der Haut, ist aber eine Erkrankung des gesamten Immunsystems. Das hat Folgen für die Behandlung.
Wie sie sich zeigt
Typisch sind scharf begrenzte, gerötete Herde mit silbrig-weißer Schuppung, häufig an Ellenbogen, Knien, der Kopfhaut und in der Kreuzbeinregion. Auch die Nägel können betroffen sein – mit Tüpfelung oder Ablösung.
Nicht nur die Haut
Bis zu einem Drittel der Betroffenen entwickelt eine Psoriasis-Arthritis mit Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit. Zusätzlich bestehen häufiger Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Deshalb fragen wir gezielt nach Gelenkbeschwerden und achten auf diese Begleiterkrankungen.
Behandlungsmöglichkeiten
- Äußerlich: Vitamin-D-Analoga, Kortikosteroide, harnstoffhaltige Pflege zur Entschuppung
- Lichttherapie: UVB-Schmalspektrum bei ausgedehnterem Befall
- Systemisch: klassische Basistherapeutika und moderne Biologika bei mittelschweren bis schweren Formen
Gerade die neueren Therapien haben die Behandlung deutlich verändert – Erscheinungsfreiheit ist heute für viele ein realistisches Ziel.
Was Sie selbst beeinflussen können
Rauchstopp, moderater Alkoholkonsum, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und Stressbewältigung wirken sich messbar auf den Verlauf aus.
Chronisch, aber gut steuerbar
Psoriasis verläuft in Schüben und ist nicht heilbar. Sie lässt sich aber in vielen Fällen so gut kontrollieren, dass sie den Alltag kaum noch einschränkt.