Sonnenschutz richtig anwenden: die häufigsten Fehler
Lichtschutzfaktor, Menge, Nachcremen: Warum guter Sonnenschutz meist an der Anwendung scheitert, nicht am Produkt.
Sonnenschutz ist die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Hautkrebs und Hautalterung. In der Praxis wird er fast immer falsch angewendet.
Zu wenig Produkt
Die Laborwerte für den Lichtschutzfaktor werden mit 2 mg pro Quadratzentimeter ermittelt. In der Realität tragen die meisten Menschen weniger als die Hälfte auf – der tatsächliche Schutz liegt damit deutlich unter dem, was auf der Packung steht. Für das Gesicht entspricht die richtige Menge etwa zwei Fingerlängen Creme.
Zu selten nachgecremt
Sonnenschutz verliert durch Schwitzen, Abrieb und Wasser an Wirkung. Nachcremen alle zwei Stunden – und nach jedem Baden oder Abtrocknen.
Vergessene Stellen
Ohren, Nacken, Handrücken, Fußrücken, die Lippen und bei schütterem Haar die Kopfhaut werden regelmäßig übersehen. Genau dort entstehen später auffällig oft Hautveränderungen.
Nur im Sommer und nur am Strand
UV-A-Strahlung ist ganzjährig vorhanden, durchdringt Wolken und Fensterglas und trägt maßgeblich zur Hautalterung bei. Für Gesicht und Hände ist täglicher Schutz sinnvoll – nicht nur im Urlaub.
Was zusätzlich hilft
Textiler Schutz und Schatten wirken zuverlässiger als jede Creme. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Strahlung am intensivsten; wer in dieser Zeit den Schatten sucht, hat schon viel gewonnen. Solarien sind aus dermatologischer Sicht nicht empfehlenswert.
Und Vitamin D?
Für die Vitamin-D-Bildung genügen wenige Minuten Sonne auf kleinen Hautarealen. Ein Sonnenbrand ist dafür nicht nötig – und bei nachgewiesenem Mangel ist eine Substitution der sinnvollere Weg.