Warzen: Warum Geduld zur Behandlung gehört
Wie Warzen entstehen, welche Verfahren es gibt – und warum die Diagnose vor der Behandlung steht.
Warzen sind harmlos, aber hartnäckig. Wer die Behandlung zu früh abbricht, beginnt meist von vorn.
Wie sie entstehen
Warzen werden durch humane Papillomviren (HPV) verursacht, die über kleinste Hautverletzungen eindringen. Feuchte Umgebungen wie Schwimmbäder und Umkleiden begünstigen die Ansteckung, ebenso eine geschwächte Immunabwehr.
Die häufigsten Formen
- Gewöhnliche Warzen – rau und erhaben, meist an Händen
- Dornwarzen – an der Fußsohle, nach innen wachsend und oft schmerzhaft
- Flachwarzen – klein und flach, häufig im Gesicht
Erst die Diagnose
Nicht jede raue Stelle ist eine Warze. An der Fußsohle wird ein Hühnerauge häufig verwechselt, und an lichtexponierter Haut können Veränderungen dahinterstecken, die eine andere Behandlung brauchen. Deshalb beurteilen wir zuerst – bei Bedarf mit dem Auflichtmikroskop.
Behandlungsmöglichkeiten
- Kryotherapie (Vereisung) mit flüssigem Stickstoff – das etablierte Standardverfahren
- Keratolytika mit Salicylsäure zum Aufweichen, oft begleitend
- Kürettage in ausgewählten Fällen
- Lasertherapie bei hartnäckigen Befunden
Warum es dauert
Mehrere Sitzungen im Abstand von zwei bis drei Wochen sind die Regel, an Händen und Füßen oft mehr. Die Hornschicht ist dort dick, und das Virus sitzt tief. Konsequenz ist wichtiger als die Wahl des Verfahrens.
Ansteckung vermeiden
Nicht kratzen, eigene Handtücher verwenden, in öffentlichen Bädern Badeschuhe tragen und die Stellen trocken halten.